Die Geschichte des schwarzen Schafes

Woher das Gefühl „anders“ zu sein kommt und wie Du damit umgehen kannst.

Die Geschichte vom kleinen schwarzen Schaf soll dir helfen, zu erkennen wer Du wirklich bist und welche Geschenke das Leben für Dich vorgesehen hat. Wenn Du bereit bist, das zu erkennen, erreichst Du mehr als du jetzt ahnen kannst. 

anders sein

Es war einmal ein wunderschönes, weisses Schaf, mit dem Namen „Irmala.“ 

Ihre schneeweisse Wolle war hoch begehrt, denn sie war weich, kuschelig und sehr aussergewöhnlich. Viele beneideten sie darum. Immer freundlich und nett, las Irmala allen anderen Schafen die Wünsche von den Augen ab, liess sie vor beim Grasen. Das machte sie sehr beliebt. 

Eines Tages kam der Besitzer, den sie ihren Meister nannte, auf die Weide. Er führte Irmala in einen unbekannten Stall… dort hörte sie lautes Scharren und Schnauben. Sie begann zu zittern vor Angst. 

„Hab keine Angst Irmala, das ist nur Amor, der liebste, und prächtigste Schafbock, den Du Dir nur vorstellen kannst, sagte der Bauer beruhigend. Er freut sich schon sehr darauf Dich kennenzulernen, denn Du bist von allen Schafen hier die Schönste. Ich verspreche Dir, Du wirst auch ein wunderschönes Geschenk bekommen. Lass dich überraschen!“

Dann ging er weg und schloss die Türe hinter sich. 

Irmala stand ängstlich da, als der wunderschöne Amor, dieser prächtige Schafbock auf sie zukam. Erstmal begann er sie neugierig und interessiert von allen Seiten zu beschnuppern.  

„Nichts wie weg hier,“ dachte sie! Aber wie, die Stalltüre war ja zu.

Amor drängte sich näher an sie… und weil sie gewohnt war zu tun, was man ihr sagte, liess sie geduldig seine ungewohnten Berührungen zu. 

Benommen und ohne wirklich zu wissen, was mit ihr geschehen war, verliess Irmala die grosse Scheune, als der Bauer langsam die Türe öffnete. Mit zittrigen Beinen gingen sie zurück auf die Weide. Auf dem Weg fragte sie den Bauer: „Und wo ist nun mein Geschenk?“ 

„Du musst schon etwas Geduld haben,“ sagte er lächelnd und tätschelte ihr liebevoll den Rücken. 

Tage und Wochen vergingen, nichts passierte, ausser dass Irmala bemerkte, wie ihr Bäuchlein mit jedem Tag dicker wurde und mehr und mehr spannte. Ihre Bewegungen wurden immer schwerfälliger, und eines Tages spürte sie, wie etwas von innen gegen ihren Bauch trat. 

„Seltsam, etwas bewegt sich in mir,“ dachte Irmala und als auch der Bauer ihr dickes Bäuchlein bemerkte, sagte er freudig: 

„Jetzt wird Dein Geschenk bald kommen.“ 

Kurze Zeit später spürte sie einen stechenden Schmerz. Der Druck in Ihrem Bauch wurde immer stärker…Mit einem Plumps landete etwas, das aussah wie ein gefüllter Ballon im Gras. Es bewegte sich. 

Rundherum schauten verdutzte Augenpaare zu. Plötzlich kam ein kleines, süsses, schwarzes Köpfchen neugierig zum Vorschein.

„Seht nur, ein schwarzes Schaf,“ tuschelten die neugierigen Zuschauer und steckten ihre Köpfe zusammen. 

„Das ist bestimmt ein böses Omen, schaut nur, es ist so schwarz wie die Nacht und sicher gefährlich!“ 

Als sie sahen, wie entzückt Irmala ihr kleines Lämmchen ableckte, wandten sie sich wieder ihren Kräutern zu und grasten weiter, als würde es sie gar nicht interessieren.

Das kleine, schwarze Lamm bekam den Namen Lucia und wuchs von seiner Mama liebevoll behütet und gesund heran. Doch oft rannten die anderen Schäflein fort, wenn Lucia mitspielen wollte, oder sie jagten die Kleine schimpfend davon. 

Die kleine schwarze Lucia spürte die Ablehnung und verstand nicht, warum die anderen so lieblos waren. Ihr kleines Herz wurde immer trauriger und sie fühlte sich oft sehr einsam. 

Sie fragte ihre Mutter: „Mama, warum reden alle so schrecklich über mich? Warum stossen sie mich zurück, wenn ich mit ihnen spielen will? Weisst Du warum?“

Weisst Du, alle anderen Schafe hier sind weiss wie der Schnee, der im Winter vom Himmel fällt, nur Du bist anders. Du bist etwas ganz Besonderes mein Schatz. Und nur, weil Du schwarz wie die Gewitterwolken am Himmel bist, aus denen es blitzt und donnert, bevor es in Strömen zu regnen beginnt, haben die Anderen Angst vor Dir.  

Du bist so voller Kraft und energiegeladen wie eine grosse Gewitterwolke, und Du bist geheimnisvoll wie die Nacht, das ist ihnen fremd!“ 

„Das macht mich sehr traurig Mutter,“ sagte die kleine Lucia. 

„Ich bin doch nicht böse. Ich überlasse den anderen die feinsten Kräuter, und ich warte immer am Teich, bis alle getrunken haben. Wenn sie mich rufen, springe ich sofort herbei. Ich strenge mich an, nicht aufzufallen, obwohl ich inzwischen bestimmt das stärkste Schaf in der Herde bin. Trotzdem gehöre ich einfach nicht dazu…Sie hänseln mich, streiten mit mir, sie hetzen und provozieren mich, und sie lachen mich aus! Ich glaube langsam selbst, dass ich nicht normal bin!

Ich habe mich sogar mehrmals im Lehm gewälzt, nur um etwas heller zu werden, doch es nützte nichts… Ich kann doch nichts dafür, dass ich nicht so weiss bin wie Du und die anderen. Das alles tut so weh Mama…ich weiss nicht, was ich noch machen soll…Ich möchte doch einfach nur ein ganz normales Schaf sein wie alle anderen“… 

Liebevoll leckte die Mutter eine schwarze, süsse Locke aus Lucias Stirne und lächelte. Dann trotteten sie nachdenklich gemeinsam wieder auf die Weide zurück. 

Neugierig und auch etwas unsicher schauten die anderen Schafe auf die Beiden und beim Vorbeigehen hörte Lucia, wie zwei ältere Schafe tuschelten: 

„Eine Schande, dieses schwarze Schaf ist bestimmt zu nichts nutze.“

„Hast Du das gehört Mama, flüsterte das schwarze Schäflein und blieb kurz stehen. Mutig ging es zu den beiden grossen Schafen, die das gesagt hatten und fragte: „Warum sagt ihr, ich bin für nichts nützlich?“ 

„Wwwas? Ach was,“ stotterten die zwei erwachsenen Schafe, „Du hast sicher etwas ganz falsch verstanden.“

Verwirrt ging Lucia zurück zu ihrer Mutter. 

„Mama, sie sagten, ich hätte es falsch verstanden, liessen mich einfach stehen und gingen davon. Aber ich habe es doch genau gehört. Warum lügen sie? Ich weiss schon gar nicht mehr, was stimmt und was nicht? Ist das was ich höre und fühle richtig, oder das, was die anderen sagen?“  

„Gräme dich nicht mein Liebes, du bist ein ganz wunderbares, liebenswertes Wesen. Du trägst so viel Licht und Liebe in deinem Herzen, dass es für die ganze Herde reicht. Glaube an dich selbst Lucia. Weisst du, alles was du bisher erfahren hast, auch was dich verletzt hat, gibt dir eine unglaubliche Kraft und Tiefe. Genau das macht dich zu diesem aussergewöhnlichen Wesen, das du in Wirklichkeit bist. Es geht darum, an dich selbst und an Deine innere Stärke zu glauben und diese wunderbare Kraft mit deinem inneren Licht nach aussen zu tragen. Dann erkennst du auch das wunderbare Licht in den Herzen aller anderen Lebewesen und auch das der Menschen.

Jeder von uns trägt diese lichtvolle Stärke in sich, ganz egal, ob wir weiss wie Schnee, oder schwarz wie eine Gewitterwolke sind. Du bist genau richtig, so wie du bist. Denke immer daran, man sieht nur mit dem Herzen gut. Weisst du mein Schatz, wenn Du den anderen mit reinem Herzen in die Augen schaust, sie anlächelst, dann berührst Du ihre Herzen, denn ein liebevolles Lächeln ist immer die kürzeste Verbindung zwischen den Herzen.“

Nachdenklich ging Lucia mit ihrer Mutter weiter. Da hörte es wieder, wie andere Schafe tuschelten: „Da kommt das rabenschwarze Schaf, es ist eine Schande für unsere weisse Herde!“ 

Traurig trottete das Schäflein mit hängendem Kopf neben seiner Mutter her. Am Stall angekommen zog es sich in einen dunklen Winkel zurück und weinte sich langsam in den Schlaf. 

Am anderen Morgen war Lucia sehr schwach und wollte gar nicht aufstehen. Besorgt kam seine Mutter und schaute nach, wo sie blieb. Komm Lucia, die Sonne scheint, wir gehen auf die Weide!“ 

Ich kann nicht Mama, mir ist so kalt und gleichzeitig auch so heiß!“

Besorgt fasste Irmala an Lucias Stirne. 

„Oh je, du hast Fieber. Heute bleibst du erstmal im Stall. Komm Liebes, leg Dich auf das wärmende Stroh, dann hole ich dir etwas Wasser und Futter!“ 

Abends hatte das kleine Schaf noch mehr Fieber und fiel in einen unruhigen Schlaf. 

In dieser Nacht träumte Lucia. Plötzlich hörte sie eine zarte Stimme. “ Lucia, komm mit mir, ich bringe Dich en einen wunderschönen Ort.“ Blinzelnd sah Lucia einen wunderschönen Engel.  

„Komm Lucia, ich trage Dich in meinen Armen in den Sternenhimmel. Ich will Dir etwas zeigen…Im Himmel gab es eine grosse, wunderschöne Wiese und ein riesiges Sternenfeld. Viele schwarze Schafe tollten lustig herum …aber irgendwie waren sie anders… es war, als leuchteten die Schafe von innen heraus. Ein kleines lustiges Männlein, das viele Laternen in seiner Hand trug, begrüsste Lucia liebevoll. 

„Oh, es ist sooooo herrlich. Ihr alle leuchtet so wunderbar und seht so glücklich aus, obwohl ihr schwarz seid,“ staunte das schwarze Lamm von der Erde. Begeistert sah es den schwarzen, fröhlichen Schafen zu. 

Als der Engel zurückkam sagte er: „Lucia du bist genauso wie all diese Schafe, denn auch du trägst dieses Licht in dir, du hast es nur vergessen. Komm, wir gehen zu diesem Männlein, es heisst Quantamor. 

Er verschenkt seine wunderschönen Dodekaeder-Kristalle und er wird dir dein inneres Licht wieder anzünden. Wir alle haben diese geheime Kammer in unserem Herzen, man nennt sie die fünfte Herzkammer oder die Grossen sagen es sei ein Dodekaeder. In ihr wird der göttliche Funke, aufbewahrt, der in jedem von uns brennt. Sie ist wie eine Laterne, gefüllt mit goldenem Licht.  

Quantamor entzündete mit einem zufriedenen Lächeln, Lucias Flamme. „So kleine Lucia, jetzt leuchtest du genauso wie wir. Geh jetzt wieder zurück in die Welt, denn es ist deine Aufgabe, alle daran zu erinnern, dass sie dieses innere Licht, diesen göttlichen Funken in sich tragen. Geh und lehre sie. Lehre sie, dass jeder wichtig ist auf dieser Welt und dass alle aus dem Herzen leben, und auch entscheiden sollen. Weisst du, du bist auf diese Welt gekommen, um den anderen zu helfen, ihr inneres Licht zu erkennen. Es sind so viele, die gerade jetzt dieses Licht brauchen. Viele haben es versteckt und vergessen. Die Welt ist hektisch geworden, wie niemals zuvor und viele denken die ganze Zeit, ich muss allen gefallen, oder, ich muss mich anpassen. Manche verstecken sich hinter ihrer Angst und trauen sich nichts mehr zu. Viele gehen mit breiten Ellbogen, ohne Rücksicht auf andere, durch die Welt. 

Weil sie die ganze Zeit im Aussen beschäftigt sind, verlieren sie sich immer mehr. Das ist ein Irrweg und nimmt kein gutes Ende. Du bist da, um ihnen die Wahrheit zu bringen, ihnen zu zeigen, dass sie wunderbare, lichtvolle Wesen sind, und dass es nicht darum geht, was die anderen darüber denken. Jeder soll erkennen, dass in ihm selbst dieser göttliche Funke schlummert und, dass Sie da sind, um Ihre Aufgabe zu erfüllen. Willst Du das übernehmen Lucia?“ 

Meinst du wirklich, ich kann das?“ fragte das schwarze Schaf. „Natürlich kannst du das und wir werden dich alle dabei unterstützen. Du wirst sehen, wenn wir alle unsere Lichter zusammentragen, wird es viel heller dort unten auf der Erde. Gemeinsam schaffen wir das. Bist du dabei?“  

„Ja schon, aber habe ich dieses innere, wundervolle Licht wirklich in mir?“ 

„Komm mit,“ strahlte der Engel, „wir zeigen dir einen grossen Spiegel, dann wirst du sehen, wie hell du und wir alle zusammen leuchten!“ 

Neugierig, und doch etwas zögernd, stellte sich das schwarze Schäflein Lucia vor den Spiegel. Plötzlich begannen seine Augen zu leuchten. Sie strahlten diesen göttlichen Funken nach aussen. Als die anderen mit dazukamen wurde es noch viel heller.

Der Engel fragte: „Und, bist du jetzt bereit?“ „Ja, es fühlt sich so schön und so frei an!“ 

„Dann lass es uns gemeinsam tun!“ sagte der Engel. „Ich bringe dich jetzt wieder zurück auf die Erde. Dort kannst du allen zeigen, wer sie wirklich sind. Du wirst sehen, es ist ganz einfach. 

 

Hier gebe ich dir noch den geheimen Schlüssel zu den Herzen. 

Lächle die anderen aus deinem Herzen heraus an und schaue ihnen tief in die Augen. Wenn du sie dann noch mit deinen Worten berührst, spiegelst du ihnen Ihren göttlichen Funken. Du wirst sehen und staunen, wie ihr inneres Licht dadurch immer heller und heller wird. 

Glücklich bedankte sich Lucia beim Engel, den anderen Schafen und beim Männlein Quantamor. 

Am nächsten Morgen wachte es auf, rannte völlig gesund zu seiner Mama und erzählte ihr: „Mama, Mama ich habe etwas ganz Wunderbares geträumt. Schau mich mal an, bin ich anders als gestern?“

„Oh wie wunderschön,“ sagte seine Mama, „du hast wieder dieses herrliche, ansteckende Leuchten, mit dem du auf die Welt gekommen bist!“ 

„Ja Mama ich habe es heute Nacht im Traum wieder bekommen. Jetzt werde ich es in die Welt hinaustragen. Der Engel sagte mir, dass ich dafür da bin, damit Alle ihr inneres Licht ebenfalls wieder finden und erkennen. Er sagte, wenn wir alle unser inneres Licht nach aussen tragen, wird es nie mehr dunkel sein. Wir werden liebevoll miteinander umgehen und niemand muss mehr traurig sein. Das ist meine Aufgabe und ich werde keine Angst haben, denn jetzt weiss ich, was für ein wundervolles Wesen ich bin. 

Das macht es viel leichter, diese Botschaft mit Freude weiterzutragen. Stell Dir vor, wenn alle wissen und erkennen, wie grossartig sie sind und, dass wir da sind, um liebevoll mit uns selbst und mit allen anderen Lebewesen umzugehen, dann wird die Welt zu einem schöneren Ort.

Ich werde jetzt in die Welt gehen und meine Aufgabe erfüllen. Danke für Alles. 

Das schwarze Schaf ging hinaus und lehrte all die anderen Schafe. Es erzählte allen, wie grossartig sie in Wirklichkeit sind und dass jeder diese 5. Herzkammer, diesen Quantamor in seinem Herzen trägt. Lucia lehrte sie und gab ihnen den Herzschlüssel weiter. Und weil jedes Schaf bei jeder Begegnung mit einem anderen den Schlüssel benutzt, ist die Welt viel heller geworden.
und wenn du dir selbst im Spiegel tief in Deine Augen schaust, kannst du sie erkennen. 

Bist Du wirklich anders?

Die Geschichte des schwarzen Schafes ist Teil meines neuen Buches Selbstheilung von A-Z.

Wenn Du bereit bist dein wunderschönes Licht zu entdecken, dann findest Du in diesem Buch eine Anleitung, um endlich DICH zu leben und zu sein mit allen Facetten, die Dich einzigartig machen.

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